Die Teile des Wanddetails
Eine Stahlbetonwandscheibe besteht aus zwei Bereichen: den Randbereichen an den Enden, die sich wie Stützen verhalten und mit engen Bügeln umschnürt werden, und dem Steg dazwischen. Im Steg liegt auf beiden Seiten vertikale und horizontale Bewehrung, die Seiten sind durch Querhaken verbunden. KNCad trifft diese Unterscheidung automatisch und zeichnet die Bewehrung jedes Bereichs getrennt.
- Vertikale und horizontale Stegbewehrung auf beiden Seiten
- Längsbewehrung und enge Bügel in den Randbereichen
- Durchgehende Bewehrung an Ecken und Anschlüssen
- Mattenverlegung bei Wänden mit Betonstahlmatten
- Angaben zu Anschlussbewehrung und Übergreifung
Kerne
Aufzugs- und Treppenhauskerne haben L-, T-, U- oder geschlossene Kastenquerschnitte. KNCad zerlegt den Kern in seine Teile: Flansche, Stege und Schenkel werden getrennt detailliert, die Anschlussbereiche in einem Detail dargestellt. So wird auch ein komplexer Kern zu einem lesbaren Plan.
Warum das wichtig ist
Wandscheiben tragen den Großteil der Erdbebenlasten. Die richtige Umschnürung der Randbereiche und der korrekte Abstand der Stegbewehrung sind entscheidend für das duktile Verhalten der Wand. Die häufigsten Probleme auf der Baustelle sind fehlende oder zu weit gesetzte Bügel in den Randbereichen und unterbrochene Bewehrung an Eckverbindungen. Mehr dazu in unserem Artikel über Randbereiche von Wandscheiben.
Häufige Fragen
Welche Wandquerschnitte lassen sich zeichnen?
Rechteckige Wandscheiben sowie Kerne mit L-, T-, U- und Kastenquerschnitt. Kerne werden in ihre Teile zerlegt, jedes Teil wird mit seiner eigenen Bewehrung gezeichnet.